LÜBARSER LEBEN

HISTORISCH

Lübars ist mit seiner langen Geschichte heute das letzte original erhaltene märkische Dorf innerhalb Berlins mit landwirtschaftlicher Nutzung. Gegründet als Angerdorf um 1230.
Der Mittelpunkt des Geschehens war die Dorfaue – typisch mit Dorfteich und Dorfkirche. Die heutige Dorfkirche wurde im am Ende des 18. Jahrhunderts nach einem Brand neu aufgebaut und ist heute Baudenkmal aus dem Barock – Umstanden von niedrigen Häusern mit 6 Fenstern – den historischen Bauernhöfen. Kommt man beim Zählen nur auf 5, sind dass die Kossätenhöfe. Katen in denen die Hirten gewohnt haben.
Im 19. Jahrhundert stieg wie in allen anderen Siedlungen im Berliner Umland die Bevölkerungszahl. Viele niedrige Wohnhäuser wurden erbaut, deren Fassaden teilweise mit Stuck verziert wurden.
Lübars 1920 wurde in das neu gegründete Groß-Berlin eingemeindet und vom Dorf zum Teil der Stadt.
Zu Zeiten West-Berlins bis zum Mauerfall erlangte Lübars durch die Tatsache Bekanntheit, dass es fast die einzige dörfliche Siedlung im ummauerten Gebiet war, in der noch Landwirtschaft betrieben wurde. Man konnte hier den wenigen Berliner Bauern bei der Bewirtschaftung der Felder und Höfe zusehen.
Wir laden Sie ein zu einem kleinen virtuellen Rundgang. Klicken Sie sich durch unsere Fotos und genießen Sie ein kleines Stück Lübars!
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INFRASTRUKTUR

Pfarrhaus

Die Barockkirche ist mit einem evangelischen Amt belegt.

Bezirksamt
http://www.reinickendorf.de/

Schule
In Lübars gibt es eine Grundschule, weiterführende Schulen haben den Standort in Reinickendorf bzw. Pankow.
Grundschule am Vierrutenberg
Am Vierrutenberg 59-65
13469 Berlin

Weiterführende Links
Kita 
Bericht über die ehrenamtliche Arbeit


 

SEHENSWERT

Der Dorfanger ist heute ein geschütztes Ensemble und Kulturdenkmal. Er ist der einzige Dorfkern Berlins, mit Barockkirche, Feuerwehrhaus und Schulhaus mit Bauerngarten. Er ist von niedrigen alten Bauernhäusern umrahmt unter denen sich einige historische Bauernhöfe befinden.
Hier entdeckt man ein weiteres Relikt und Zeitzeuge des Beginns der Moderne einen originalen „Fernsprecher“ aus dem 19. Jahrhundert.
Inmitten des alten Ortskerns zeugt der historische Dorfkrug von einer kulinarischen Tradition. Das denkmalgeschützte Gasthaus „Alter Dorfkrug“ wurde nach historischem Vorbild restauriert. Der Festsaal ist erhalten geblieben und dient noch heute der Bewirtung und Ausrichtung von Festivitäten. Er wird vom Verein LabSaal betrieben – Förderer der dörflichen Kultur.


 

ERLEBEN

Lübars gilt als Ausflugstipp für Berliner, die ihren Kindern zeigen wollen, dass es auch eine Welt jenseits von Autos und Beton gibt.
Heute leben sieben Höfe in Lübars von der Landwirtschaft. Sechs von ihnen haben sich im Laufe der Zeit zu Reiterhöfen entwickelt, was Lübars vor allem für Reitsportbegeisterte zu einem Ziel macht. Auf den Höfen werden Boxen vermietet und Reitunterricht angeboten.
Das Strandbad Lübars mit seinem einzigartigen Sprungturm gilt als eines der landschaftlich schönsten Freibäder von Berlin. Strandkörbe laden am Sandstrand des Ziegeleisees zum Verweilen ein. Der See ist eine ehemalige Tongrube. Hier stand bis in die 20er Jahre eine Ziegelei, die das Material fürs Rote Rathaus gebrannt hat.
http://www.strandbad-luebars.de/

Der Freizeitpark Lübars, mit seinem mehr als 85 Meter hohen Aufschüttung, entstand von 1975 bis 1993 als Park auf einer Fläche von fast 40 Hektar.
Am 13. Mai 2010 wurde dem Hügel in einer Zeremonie der Name „Lübarser Höhe“ gegeben. Er überrascht mit einem Gleitflug-geeignetem Flughang und einer 300 m langen Ski- und Rodelpiste mit Flutlicht.

Einzigartig ist die Anlage der “Jugend- und Familienfarm Lübars”, die im Stile eines märkischen Bauernhofs gebaut wurde. http://www.familienfarm-luebars.de/


 

KULINARISCHES

Alter Dorfkrug Lübars
Der Alte Dorfkrug – ein historisches Wirtshaus mit kleinem Biergarten.

Zum Lübarser Hufeisen
Einen schönen Ausblick auf das Tegeler Fliess hat man von der Terrasse im Restaurant “Zum Lübarser Hufeisen“

Das Freibad Lübars lädt im Sommer zum Baden ein. Das Terrassenrestaurant ist ganzjährig geöffnet.


 

BEGEGNEN

Das Tegeler Fließ ist eine der schönsten Naturlandschaften Berlins.
Ein einzigartiger innerstädtischer Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Nachdem sich in der Weichsel- Eiszeit große Eismassen über die gesamte Berliner Landschaft geschoben hatten, formte sich nach deren Abschmelzen diese Landschaft aus End- und Grundmoränen, Sandern und Urstromtälern. In den Niederungen bildeten sich Moore.

Durch Torfstiche und Mühlenstaue wurde das Fließ ökonomisch genutzt. Doch mit der Zeit verlandeten die meisten der niedrigen Seen. Heute durchquert das Fließ nur noch den ca. 2,6 Hektar großen Hermsdorfer See.
Wanderwege und ein Naturlehrpfad führen die Besucher vorbei an Brutplätzen, seltenen Blumen, Gehölzen und Bäumen.

Neben der ursprüngliche Natur gibt es noch die Kulturlandschaft – die Bauern von Lübars setzen sich sehr für den Erhalt dieser einmaligen Landschaft und dörflichen Idylle ein. Sie hoffen auf ein umweltbewusstes und umsichtiges Verhalten ihrer Besucher.
Lübars eignet sich somit wunderbar zum Spazierengehen und Wandern. Der 32 km lange Barnimer Dörferweg geht vom Tegeler See über Lübars, Lichtenberg bis nach Hellersdorf-Marzahn.
Weiter sehenswert ist der Eichwerder Steg – ein Holzbohlensteg, der Lübars mit Hermsdorf verbindet. Dieser Naturlehrpfad informiert auf 50 Tafeln in Wort und Bild über die Tiere und Pflanzen in den Hermsdorfer Sumpfwiesen. Der Steg bietet einen einzigartigen Blick in diese dortige Moor- und Sumpflandschaft.
Das im neuen Siedlungsgebiet liegende Klötzbecken ist ebenfalls ein Relikt aus der Zeit, in der inmitten Berlins Kies, Ton und Torf abgebaut wurde. Das Becken wird über den Packereigraben mit dem Seggeluchbecken verbunden.
Der neue Naturpfad durch die Siedlung würde bestehende Wanderwege verbinden.


 

ANBINDUNG

Der Berliner Ortsteil Lübars ist im Nordosten des Bezirkes Berlin Reinickendorf gelegen. Es grenzt im Norden an das Bundesland Brandenburg, im Osten an den Bezirk Pankow, im Süden an den Ortsteil Märkisches Viertel, im Südwesten an die Ortsteile Wittenau und Waidmannslust und im Nordwesten an den Ortsteil Hermsdorf.

Anbindung
Vom Zabel-Krüger-Damm erreichen Sie die City Berlin mit dem Auto in 25 min in Richtung Kurfürstendamm und/ oder Friedrichstrasse

Mit dem ÖPNV beträgt die Fahrzeit ca. 40 min.

A) Vom S – und U – Bhf. Friedrichstraße mit der S 1 (Richtung Frohnau/ Oranienburg) bis S – Bhf. Waidmannslust; von da aus mit dem Bus 222 (Richtung Alt – Lübars).

B) Vom U-Bahnhof Alt-Tegel (U6) mit dem Bus 222 (Richtung Alt – Lübars).